LNGVTY hat mit Michaela Altenberger gesprochen, Leiterin des Longevity-Programms:„Viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen, Omega-3-Quellen sowie fermentierte Lebensmittel: Das Hotel Krallerhof in Leogang hat Longevity in sein reguläres Speisenangebot integriert und kennzeichnet Longevity-Gerichte mit einem blauem Punkt.“
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„Für uns war relativ schnell klar: Wenn wir Longevity ernst nehmen, darf das Thema nicht bei einzelnen Treatments oder Technologien im Spa aufhören. Ernährung ist einer der wesentlichen Lebensstilfaktoren“, sagt Michaela Altenberger.
Das Angebot beschränkt sich nicht auf einzelne Gesundheitsmenüs. Das Hotel zieht das Konzept durch den gesamten Tag. Am Nachmittag serviert es unter anderem Salate, Suppen und ein warmes vegetarisches Gericht. „Gleichzeitig achten wir auf eine möglichst blutzuckerfreundliche Zusammenstellung und auf Lebensmittel, die eine vielfältige Darmflora unterstützen können. Außerdem backen wir unser Brot selbst in unserer hauseigenen Bäckerei“, sagt sie.
Darüber hinaus bietet der Krallerhof eine funktionale Seminarverpflegung an. Speziell zusammengestellte Kaffeepausen sollen Energie und Konzentration unterstützen. Im November 2026 plant das Hotel zudem ein mehrtägiges Longevity- und Biohacking-Retreat mit Glukosemonitoring, Diagnostik und Regenerationsangeboten.
Die Gäste nehmen das Angebot nach ihren Worten sehr gut an und achten generell stärker auf Inhaltsstoffe und die Wirkung bestimmter Lebensmittel. Die größte Herausforderung liegt laut Altenberger weniger in einzelnen Zutaten als in der konsequenten Umsetzung. „Wir sind in Österreich und in unserer Region verwurzelt. Wir kaufen so viel wie möglich regional und saisonal. Daher taucht auch oft die Frage auf: Brauchen wir jedes Superfood aus aller Welt, nur weil es gerade als besonders gesund gilt?“
Für die Küche bedeute das, traditionelle Produkte und Gerichte neu zu denken und zugleich die kulinarischen Wurzeln des Hotels zu bewahren. „Longevity darf keine Verzichtsküche werden“, warnt Altenberger. Für den Service sei vor allem Wissen entscheidend: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen in einfachen Worten erklären können, warum wir beispielsweise Wert auf Ballaststoffe, fermentierte Lebensmittel, hochwertige Fette oder unterschiedliche Proteinquellen legen. Dafür brauche es entsprechende Schulungen und eine laufende Auseinandersetzung mit dem Thema.“
Das Hotel wolle seine Gäste dabei weder belehren noch ihnen beim Essen ein schlechtes Gewissen machen. „Wir möchten Angebote schaffen und Orientierung geben. Denn Genuss gehört für uns genauso zu Longevity. Gesundes Altern besteht nicht nur aus Nährstoffen, Bewegung und Schlaf. Auch Freude, soziale Verbundenheit und die Fähigkeit, gutes Essen ohne schlechtes Gewissen genießen zu können, gehören für uns zu einem gesunden Leben.“